Panorama erstellen und kostenlos veröffentlichen

Panorama-Fotografie
Wer mit seinem Fotoapparat viel draußen in der Natur auf Foto-Pirsch unterwegs ist, bringt auf dem Speicherchip seiner Digitalkamera viele stimmungsvolle Aufnahmen von seinen Ausflügen und Wanderungen mit nach Hause. Wenn ein einzelnes Foto nicht ausreicht, um die gewünschte Wirkung zu erzielen, wie zum Beispiel die umfassende Aussicht von einem Berggipfel darzustellen, dann entfalten Panorama-Aufnahmen ihren vollen Effekt. Um Panorama-Aufnahmen zu erstellen, gibt es einige kostenlose Tools und kostenpflichtige Programme.
Nach vielen Fehlschlägen und Versuchen kann ich das Programm Panorama Studio empfehlen. Wo andere, teils sehr teure Panorama-Programme Schwierigkeiten beim Zusammensetzen hatten, versagte Panorama Studio so gut wie nie. Die Überblendungen der einzelnen Fotos sind äußerst passgenau und lassen sich nach dem „Nähen“, dem sogenannten „Stitchen“, der einzelnen Fotos noch nachträglich bearbeiten.

Panorama Lechtaler Alpen
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Panorama Lechtaler Alpen

Tips und Tricks aus der Praxis für Panorama-Aufnahmen
Beim Aufnehmen der Einzelfotos sollte man unbedingt darauf achten, genügend Raum für Bildüberlappungen zu lassen. Als Erfahrungswert reichen 10 bis 20 Prozent des Bildbereichs für die Überblendungen am rechten und linken Bildrand vollkommen aus. Wenn Panorama Studio ein Gesamtpanorama unsauber nähte und die Überlappungen sichtbar waren oder verwischt erschienen, dann war meist der Fotograf selber schuld – mea culpa!
Grund: Beim Fotografieren muß tunlichst darauf geachtet werden, den einmal eingenommenen Standort nicht zu verändern und beim Dreh um die eigene Achse darf die Kamera nicht versehentlich schief oder schräg gehalten werden. Abhilfe schafft hier der Einsatz eines Kugelkopf-Stativs; aber mir persönlich ist eine Profi-Foto-Ausrüstung mit mehreren Kilo Zusatzgewicht für lange Wanderungen und Bergtouren einfach zu schwer.
Eine besondere Herausforderung stellen Aufnahmen dar, auf denen Personen in Bewegung oder lange Linien (z.B. Mauerkronen, Gebäudelinien, Balkonbrüstungen, Baumäste, Seilverankerungen eines Gipfelkreuzes usw.) zu sehen sind. Wenn möglich sollte man versuchen, diese Linien und Personen bildmittig auf dem Foto einzufangen, sonst kann es beim Nähen des Panoramas zu Unschärfen oder abgeschnittenen Formen kommen.
Und wichtig: Obwohl es selbstverständlich sein sollte, einem Bild beim Speichern einen eindeutigen Name zu geben, als „Authentizität“ sozusagen, fehlen auf vielen Websites eindeutige Bild-Bezeichnungen ebenso wie Bildunterschriften. Das ist schade, weil Suchmaschinen für die Bildersuche auch eindeutige Bilder-Namen benötigen, die für Webseiten-Besucher so schönen, bunten Pixel-Bilder sind für Google & Co. ansonsten „unsichtbar“.

Panoramablick vom Tajatörl auf den Drachensee und die Coburger Hütte
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Panorama Tajatörl – Drachensee – Coburger Hütte

Panorama ohne html-Kenntnisse kostenlos veröffentlichen
Nach der Erstellung des Panorama-Bildes geht es an die Veröffentlichung. Wie kann ich ohne große html-Kenntnisse meine Panorama-Bilder kostenlos veröffentlichen? Das Problem ist, daß gerade großformatige Panoramen sehr viel Speicherplatz verbrauchen. Das ist auf dem eigenen Computer sicher nicht das Problem, aber im Internet veröffentlichte Panoramen verbrauchen viel teuren Webspace und machen das Laden der eigenen Seite langsam. Dieses Problem kann man elegant mit zwei Bilderdiensten umgehen: Panoramio und Flickr. Bei beiden kann man kostenlos auch sehr großformatige Bilder hochladen. Alles was man dazu benötigt ist eine kurze Registrierung.
Panoramio: Leicht zu bedienender Bilderdienst mit umfassenden Funktionen und Tags; Bilder erscheinen nach Prüfung u.U. auf Google Earth. Der Unterschied zu Flickr besteht meiner Erfahrung nach darin, daß Bilder bei Panoramio nicht direkt in die eigene Homepage integriert werden können. Ich wende deshalb folgenden Trick an: Auf meine Webseite lade ich ein kleinformatiges Panorama mit wenigen kB hoch und unterlege das Foto mit einem Link zum großformatigen Panorama auf Panoramio. Besonders gelungen ist die Vergrößerungsfunktion bei Panoramio, bei der man regelrecht ins Bild hineinzoomen kann.
Flickr: Ebenfalls umfassende Funktionen und Tags. Beim Bilderdienst von Yahoo läßt sich das Panorama als iFrame in die eigene Webseite integrieren, einfach das Code-Snippet abrufen und einbauen. Was mir persönlich bei Flickr nicht so gefällt, ist der Bildlauf. Klickt ein Besucher auf ein Panorama, erscheinen links und rechts „vor“ und „zurück“ Pfeile, die beim Klicken das nächste Foto im Fotostream anzeigen. Und die Darstellung des Panoramas ist auf der Flickr-Seite nicht so großformatig wie bei Panoramio, eine Zoomfunktion fehlt leider.

Beispielpanorama kleinformatig auf Webseite: Zugspitze
Beispielpanorama großformatig auf Panoramio: Zugspitze

Beispielpanorama kleinformatig auf Webseite: Schloss Neuschwanstein
Beispielpanorama großformatig auf Flickr: Schloss Neuschwanstein

Den obligatorischen Button zum Teilen der eigenen Aufnahmen in den Social Media stellen beide Dienste selbstverständlich zur Verfügung.

In diesem Sinne … viel Spaß beim Panorama-Bilder schneidern!

Panorama des Geiselsteins, das Matterhorn der Ammergauer Alpen
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Panorama Geiselstein

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