Der Strandkorb – Dein Freund nicht nur am Strand

Strandkörbe an der Ostsee
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Strandkörbe an der Ostsee

Wer kennt sie nicht, die Strandkörbe, sind sie doch das unverwechselbare Erkennungsmerkmal der Strände von Nord- und Ostsee. Es gibt zwei Arten von Strandkörben, die Nordseeform mit geraden Seitenwangen und die Ostseeform, deren Seitenwangen geschwungen sind. Der Aufbau eines Strandkorbs aus Geflecht und beweglichem Oberteil ist bei beiden Modellen gleich.

Ursprünglich dienten Sitzkörbe aus Weidengeflecht als Mobiliar in Wohnungen. Mit der Entstehung der ersten Seebäder am Ende des achzehnten Jahrhunderts hielten die Strandkörbe dann Einzug am Sandstrand, wo sie den Badegästen nicht nur als hervorragender Windschutz gegen die sprichwörtliche „steife Brise“ dienten, sondern auch einen entsprechenden Sichtschutz beim Sonnenbad boten. Damit begann ein wahrer Siegeszug des Strandkorbs, der als bequemes, vielseitiges und strapazierfähiges Sitzmöbel heutzutage Verwendung als praktisches Balkon- und Gartenmobiliar findet.

Den Strandkorb gibt es in verschiedenen Ausführungen, von einfach bis luxuriös, von Halb- bis Voll-Lieger. Was alle Strandkörbe auszeichnet sind Komfort und die Bequemlichkeit, die keine Gartenliege bieten kann. Die Sitzhöhe ist perfekt, man sitzt nicht fast auf dem Boden, was besonders ältere Menschen schätzen. Das bewegliche Oberteil eines Strandkorbs kann von der normalen aufrechten Sitzposition bis in eine entspannte Liegeposition verstellt werden. Und wird die Sonneneinstrahlung einmal zu stark, klappt man die kleine Sonnenmarkise aus oder dreht den ganzen Strandkorb um – so wird aus einem Sonnenstuhl ein Schattenspender, ganz ohne separaten Sonnenschirm. Damit nicht genug schützt der Strandkorb auch vor Zug und hält sogar starke Wind ab. So kann man selbst bei widrigen Windverhältnissen ein angenehmes Luft-, Licht- und Sonnenbad nehmen. Deshalb ist es nicht verwunderlich, daß der Strandkorb seinen Weg bis in die Tiroler Berge gefunden hat. Er schützt auch hier vor zugigen Bergwinden und bietet Beqeumlichkeit beim Sonnenbad selbst im tiefsten Bergwinter und im hohen Schnee. Wer dieses Vergnügen noch nicht kennt, hat etwas verpasst: Von der Skipiste in den Strandkorb … und danach in eine Sauna!

Bildnachweis: Gemälde Tischbein „Großvater im Korbstuhl“ Quelle Wikipedia

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